Social Housing in the
Berlin Block
Architektur · Stadtforschung · Wohnungsbau · Visuelle Kommunikation
Der Entwurf will eine Form des gemeinschaftlichen sozialen Wohnungsbaus schaffen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen heutiger Haushaltsformen gerecht wird. Vorgeschlagen werden zwei Wohnungstypen: individuelle Wohnungen nach dem herkömmlichen Modell und Wohngemeinschaften, in denen die Tagesräume gemeinschaftlich genutzt werden.
Das architektonische Hauptkonzept zielt auf Räume, die den sozialen Zusammenhalt fördern und hohen Komfort bieten, ohne die Privatsphäre aufzugeben, und die den Berliner Vorgaben für den sozialen Wohnungsbau entsprechen. Dafür ist das Gebäude in Halbgeschosse gegliedert, sodass Fenster, Balkone, Loggien und Terrassen versetzt liegen und sich keine direkten Blickbeziehungen ergeben.
Das Projekt nimmt darüber hinaus ein breites Spektrum an Nutzungen auf. Erdgeschoss, Untergeschoss und oberste Ebene sind öffentlichen kulturellen Angeboten und der Erholung gewidmet. Der Hof spielt eine zentrale, verbindende Rolle und ordnet die umliegenden Baukörper. Im Herzen der Anlage liegt eine abgesenkte Mehrzweckhalle neben einem großzügigen Bereich für Zusammenkünfte der Bewohnerschaft. Kleinere Gemeinschaftsräume verteilen sich über die Zwischengeschosse, und auf der obersten Ebene liegt eine Dachterrasse für Urban Gardening.
Das Projekt belebt die kriegsbeschädigte Straßenfront wieder, indem es die traditionelle Typologie des Berliner Blocks neu auslegt. Die zentrale Lage soll die soziale Integration gefährdeter Gruppen fördern und eine Alternative zur fortschreitenden Gentrifizierung bieten. Dieser Ansatz stärkt den sozialen Zusammenhalt, der für eine widerstandsfähige, offene Nachbarschaft unverzichtbar ist.
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Berlin, Deutschland